Thursday, April 13, 2017

Oleo Laetitiae - Chrism Mass Homily

CHRISAMMESSE
in der Kathedrale von Vaduz
am 13. April 2017

Jak 5, 13-16
Mk 6, 7-13

Das Offertorium von der Heilige Messe von heute:
« Diligis iustitiam et odisti iniquitatem; propterea unxit te Deus, Deus tuus, oleo laetitiae. »
Du liebst die Gerechtigkeit und hasst das Unrecht. Darum hat Gott, Dein Gott, Dich gesalbt mit dem Öl der Freude.
…propterea unxit te Deus, Deus tuus, oleo laetitiae.
Darum hat Gott, Dein Gott, Dich gesalbt mit dem Öl der Freude.
…C`est pourquoi, ô Dieu, ton Dieu t`a oint d`une huile de joie…
OLEO LAETITIAE: Allzu oft sind es heutzutage leider Gottes nicht nur unsere Feinde, die die Tröstungen der Religion abstreiten. Auch wir selber verwechseln manchmal, oder realisieren nicht, die Freude, die aus dem Glauben kommt, den wir bei unserer Taufe empfangen haben! „oleo laetitiae“.

Ohne Zweifel gehört der Brief des heiligen Jakobus, aus dem wir heute Anweisungen für die Seelsorge gehört haben, zu den Abschnitten der ganzen Heiligen Schrift, die uns am meisten Mut machen. Wie es der heilige Jakobus lehrt, ist es nötig die Frohe Botschaft durch die Verwaltung der Sakramente der Kirche zu verkündigen und zu leben. In Christus sind wir Gesalbte wie er, die die Welt, die dem Tod ausgeliefert ist und einmal endet, überwunden haben. Gesalbt in Christus sind wir wirklich in der Freude, einer ewigen Freude, die uns niemand nehmen kann. „oleo laetitiae“! Danke dir, Heiliger Jakobus!

Heute dient uns der Hohepriester, der Pontifex des Erzbistums Vaduz. Msgr. Haas weiht für seine Kirche die drei heiligen Öle: das Katechumenenöl für die vorbereitenden Riten zur Taufe; das Chrisam, das er weiht für die Weihe der Altäre; um Gegenstände und Häuser zu salben, die ausschliesslich für den göttlichen Kult bestimmt sind; für die Firmung und für die Heiligen Weihen; und drittens das Krankenöl. Heute betrachten wir andächtig, gemeinsam mit den Geistlichen, die dem Erzbischof bei diesem erhabenen Werk assistieren, dieses wunderbare Werk. Im Gebet vereint, erfreuen wir uns an diesem unvergleichlichen Werk, das uns mit Freude erfüllt. Dieses unvergleichliche Werk stärkt uns im Kampf gegen das Böse, das diese unsere Welt terrorisiert und das – wenn auch vergeblich – gegen die Braut Christi, seine Heilige Kirche donnert und wettert.

Die Welt (im negativen Sinn) ist in unsere Mutter Kirche eingedrungen, so wie das Unkraut, das vom Feind ins Weizenfeld gestreut wurde, und es macht unser Leben allzu oft zu einer Last. Ich sage das nicht in einem alarmierenden Sinn und erst recht nicht mit Traurigkeit. Wir sind zum Kampf gesalbt und geweiht. Es gibt keine Zeit für die Nostalgie nach einem wirklichen oder scheinbaren Verlust an Ruhe. Übrigens glaube ich nicht an eine verlorengegangene Ruhe in der Kirche, die vielleicht von unseren Vorgängern genossen wurde in Zeiten, die längst vergangen sind. Im Alltagsleben und in der Kirche träume ich nicht nach eine Ruhe vergleichbar mit der Gelassenheit, die mir persönlich sehr gut gefällt und die zum Beispiel sich an einem sonnigen Frühlingstag auf einem grossen Friedhof findet. Nein, es wäre falsch, das Merkmal unseres Zustandes als Kirche in dieser Welt als der Friedhofsschlaf der Verstorbenen zu beschreiben. Hier noch im Leben im Frieden Christi auf den grossen Tag der Auferstehung zu warten, heisst nicht unsere Rast zu haben. Im Gegenteil, wir müssen kämpfen, kämpfen, um das Reich Christi zu errichten; wir sind Priester und Gläubige, alle sind wir dank der Taufe und der Firmung Soldaten Christi mit dem Auftrag nach dem Willen Christi für das Heil der Welt zu kämpfen.

« Et exeuntes praedicabant ut paenitentiam agerent; et daemonia multa eiciebant, et ungebant oleo multos aegros, et sanabant. »

Und sie zogen aus und predigten, man solle Busse tun. Und sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

OLEO LAETITIAE: Der Gedanke, dass wir durch die Salbung zum Kampf berufen sind, hat etwas Faszinierendes, zum Kampf an der Seite Christi mit der Kraft der Engel, im Kampf gegen die Mächte der Unterwelt, der Einfalt Satans, die versuchen, die Herde zu zerstreuen und den Einfältigen die Lebensfreude mit dem einen und dreifaltigen Gott zu nehmen. Die Schönheit im Tiefsten dieser Liturgie, ausgedrückt in besonderer Weise in der Lesung und auch im Evangelium dieser Messe, liegt in der Bestätigung unserer Würde. So wie wir sind, sind wir einverleibt in Christus, erwählt und vereint in Gott, heute auf dieser Erde und morgen in der Ewigkeit, um andere zu Christus zu führen. Mit dem wenigen, das wir besitzen („...keinen Beutel, kein Brot und kein Geld im Gürtel...“), wird es uns mit Jesus in seiner Kirche an nichts mangeln.

Kürzlich hat mir ein befreundeter Professor das Skript einer „Festrede“ oder eines „Vortrags“ an einer Amerikanischen Universität geschickt. Darin kritisiert er die allgemeine fideistische Anwendung der mathematischen Prinzipien auf die Leitung des Marktes (er sprach von Variablen, die bei der Wahl einer Automarke oder eines speziellen Modells von Fahrzeug zu berücksichtigen seien) und der Wissenschaft über den Krieg (Ein Patriotismus, der sein Land verteidigt, nimmt Risiken und Opfer auf sich, die man nicht berechnen kann). Der Professor verwendete diese zwei Beispiele von falscheingesetzten Prinzipien der Mathematik im Bereich des Marktwirkschaftes und der Kriegswissenschaften schliesslich, um vieles von dem in Frage zu stellen, das man auch in so genannt katholischen Milieus im Blick auf Ehe und Familie hört. Der Mathematik zum Trotz wird es uns auch in der Ehe, mit dem wenigen, das wir besitzen („...keinen Beutel, kein Brot und kein Geld im Gürtel...“), mit Jesus in seiner Kirche an nichts mangeln.
Wie im Kriegsfall, so summiert es sich mathematisch auch in der wahren ehelichen Liebe und in der Familie nicht und manchmal fühlen wir uns überrumpelt und sind zu bequem, um der Kritik entgegenzutreten, die gegen das Evangelium gerichtet ist, das seit jeher in der Kirche verkündigt wird. Ob Priester oder Laie, als Gesalbte des Herrn gleicht unser Kampf jenem Israels gegen die Amalekiter (Exodus 17,8-13). Aber Gott der Herr garantiert uns wie auf die Fürbitte des Moses hin, gegen alle Erwartungen den Sieg gegen die Mächte des Bösen.
Mit meinen wenigen Worten heute, will ich Sie einfach ermutigen, immer und immer mehr in der Gemeinschaft mit Christus zu bleiben, der der Herr ist und uns das Leben schenkt. Der Sieg gehört uns durch Christus, den Retter der Welt. Setzen wir unser Vertrauen in Ihn und in Seine Sakramente, in Seine Kirche. Das Glaubensbekenntnis, die ewige Lehre der Mutter Kirche und das Bemühen nach den Geboten Gottes und nach den Vorschriften seiner einzigen Kirche zu leben, genügt uns. Die Dunkelheiten sollen nicht durch zweideutige Worte oder Massnahmen begleitet werden. Vielmehr werden sie erhellt durch das Licht Christi und seine Wahrheit.

Der heilige Jakobus hat die Priester der Kirche mit Nachdruck darin unterrichtet, mit der Verwaltung der Sakramente zu trösten. Im Evangelium haben wir gehört, dass „Jesus die Zwölf zu sich rief, und begann, sie paarweise auszusenden und er gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister.“ Seid ermutigt und gestärkt in eurem priesterlichen Dienst, so wie Ihr seid, als Gesalbte Gottes, gesalbt mit dem Öl der Freude!

Ecce quam bonum et quam jucundum est…!

Le monde (au sens négatif du terme) a pénétré dans l'Eglise, notre Mère, comme la mauvaise herbe semée par l'ennemi dans le champ de blé et rendant notre vie trop souvent éreintante. Je ne dis pas cela par motif de nostalgie pour une perte réelle ou imaginaire de la tranquillité dont auraient joui nos prédécesseurs, en un temps désormais lointain, et qui est comparable à la sérénité, qui me plaît beaucoup, qu'on ressent par exemple dans un grand cimetière un jour de printemps ensoleillé. Non, le sommeil des justes défunts qui attendent le grand jour de la Résurrection ultime n'est pas ce qui caractérise la condition de l'Eglise en ce monde. Au contraire, nous devons lutter, combattre pour établir le royaume du Christ. Prêtres et fidèles, nous sommes des soldats du Christ, avec la mission de combattre à sa suite pour le salut du monde.

Les trois huiles consacrées sont déterminantes pour notre vie sacerdotale : pour les onctions que nous avons reçues avec les ordres sacrés ; pour les onctions que nous avons administrées, spécialement aux fidèles en danger de mort.
Ecce quam bonum… Aujourd'hui nous fêtons notre onction dans le Christ et pour le Christ, dans le sens enseigné par Saint Paul, c’est-à-dire pour accomplir dans notre vie ce qui manque à la Passion du Christ.

Aujourd'hui, je vous souhaite à tous une Bonne Fête du sacerdoce néotestamentaire et une sainte célébration du Triduum pascal. Puisse le Saint-Esprit vous inspirer les paroles qui encouragent les baptisés, spécialement dans leur vie de couples et de famille, à s’unir à Jésus Crucifié pour pouvoir mieux rayonner partout la lumière du Christ ressuscité et la joie qui ne saurait être vaincue, puisque nous avons été oints avec l’huile de joie…

Loué soit Jésus Christ ! Gelobt sei Jesus Christus ! Laudetur Jesus Christus !


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI





Friday, April 7, 2017

First Friday Prayer Vigil - Homily at Mass

Gebetsnacht in Seebach
Herz Jesu Freitag - 7. April 2017

Jer 20:10-13
Jn 10:31-42

„Ich hörte doch das Flüstern der Vielen: Grauen ringsum!“ Doch! Wir sollten nicht vergessen: wir befinden uns mitten in der Passionszeit. Dieses Zusammentreffen ist dem sehr angemessen, was wir heute Abend tun: der Betrachtung der göttlichen Liebe, die Christus für uns hat. Gott in der tiefen Vertrautheit des Heiligsten Herzen Jesu.

„Johannes hat kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes über diesen Mann gesagt hat, ist wahr. Und viele kamen dort zum Glauben an ihn.“

Herz Jesu! Was können wir eigentlich unter dem Herzen des Menschen, unter dem Herzen Gottes in unserem Herrn Jesus Christus verstehen? Durch Wort und Tat hat Johannes der Täufer Zeugnis für Jesus, den Messias abgelegt. Johannes hat denjenigen, die nach Gott suchten als Wegweiser gedient. Das müssen auch wir tun, das heisst, wir müssen Wegweiser für die Menschen sein, um des ewigen Heils unserer Welt willen, angefangen bei uns zu Hause. Jesus den Herrn und die Liebe Seines Herzens für uns anzunehmen, ist der Auftrag von uns allen. In der Wüste hat Johannes das grosse Geheimnis der Liebe Gottes in Jesus betrachtet, obwohl er nur sein Vorläufer war. Johannes sah ihn schon von weitem und bezeugte ihn als den Messias, der in die Welt gekommen war. Cor ad cor loquitur: Das Herz des Täufers war mit dem Herzen Jesu vereint. So müssen auch wir sein.

Ich muss sagen, dass ich es ausgezeichnet finde, dass man hier in Seebach seit bald 28 Jahren am Anfang jeden Monats eine Gebetsnacht zur Ehre der Heiligsten Herzen Jesu und Mariä durchführt. Ohne diese so schöne und gesunde Frömmigkeit, in deren Zentrum Jesus und Maria stehen, könnten wir an der Welt verzweifeln und den Mut verlieren. Menschlich betrachtet, sind die Probleme der Welt furchtbar gross. Es ist halt so und wir wissen, dass es eigentlich nicht besser oder anders gehen wird. Darum macht Ihr es gut, dass Ihr mit der Anbetung dazu Gegensteuer gebt. Hier in dieser Welt unter den Menschen, so wie sie sind, finden wir keine Zuflucht. Ihr macht es da schon besser: Sollten wir nicht immer in die Liebe des Sohnes Gottes und Seiner Mutter aufgenommen und von dieser grossen Liebe umarmt sein?

Herz Jesu! Durch ständiges Gebet sollten unsere Herzen immer mehr Seinem gleich werden. Wir sollten Ihm gleich werden! Ja durch die Liebe Seines Herzens können wir anders und besser sein. Nur so können wir zum Heil für die Menschen werden, für unsere Familien, für die Nachbarschaft und den Arbeitskreis, das heisst, weil wir Seine Liebe zu uns widerspiegeln. Gewiss ist das keine leichte Aufgabe, denn unsere Welt versteht nicht viel, oder besser gesagt, unsere Welt weiss sehr wenig über das Leben, das aus dem Herzen kommt, aus dem Herzen des Menschen und erst recht aus dem Herzen Jesu. Andererseits war es noch nie einfach der Vorläufer des wahren und einzigen Retters der Welt zu sein, wie wir es aus dem Leben des heiligen Johannes des Täufers wissen.

Herz Jesu! Täuschen wir uns nicht: unsere Aufgabe, die wir durch die Taufe erhalten haben, ist nicht weniger prophetisch als jene, die Gott im Alten Testament dem Propheten Jeremia anvertraut hat. „Ich hörte doch das Flüstern der Vielen: Grauen ringsum!“ Und wie damals bei Jeremia in der ersten Lesung, verweigern sich auch heute viele unserer Botschaft, der Guten Nachricht in Christus. Viele wollen uns von der Wahrheit abbringen, die wir in Jesus gewonnen haben, der in seiner Kirche und in den Sakramenten der Kirche lebt, vor allem im Allerheiligsten Sakrament des Altares. Dieses ist das Sakrament, das uns vor den himmlischen Thron bringt, inmitten der Engel und der Heiligen aller Zeiten.  

Herz Jesu! Solch eine Vigil wie hier heute Abend, nährt und stärkt uns für unsere tägliche Aufgabe, Zeugnis abzulegen. Ja, es ist eine grosse Verpflichtung einmal im Monat dafür zusammenzukommen, vor allem für jene, die arbeiten und eine Familie haben. Andererseits brauchen wir aber so etwas, um ein wenig den weltlichen Rahmen zu sprengen, der alles unternimmt, um unseren Alltag gleichförmig zu machen und die kurzen Augenblicke des Gebetes zu entfernen, die das Leben jedes Getauften charakterisieren müssen. Unser sorgloses Leben, das ohne Bewusstsein ist für die Gegenwart Gottes, ist gefährlich, denn mit der Monotonie, der Langweile, kann es dem Teufel gelingen den Sauerteig und das Salz wegzunehmen und zwar nicht nur aus dem Leben des Einzelnen, sondern aus unserer ganzen Gesellschaft.

Kürzlich habe ich (ich weiss nicht mehr in welcher Sprache oder von welchem Land man sprach) die komische Notiz über einen Politiker gelesen, der alle Mütter zwingen wollte, ihr Haus zu verlassen und eine Arbeit anzunehmen, für die sie auch einen Lohn erhalten sollten. Das Komische am Artikel war, dass er sich auf keine ökonomische Notwendigkeit berief. Vielmehr forderte er dies mit dem Ziel, die Kinder staatlichen Institutionen anzuvertrauen, um dadurch den Einfluss der Mutter auf ihre Nachkommen zu beschränken. Dies scheint mir ein klarer Gegensatz zu einer hohen Kultur, zu einer Kultur eines edlen Lebens, das von Herzen kommt.

Je nach den Stationen eines jeden Leben gibt es verschiedene, aber wichtige Rollen. Man muss darauf beharren, dass vor allem die gegenseitige Ergänzung die Gesellschaft in ihrer ganzen Vielfalt ausmacht. Auch die Betrachtung des Heiligsten Herzens erfordert unterschiedliche Zeiten und Weisen je nach der Rolle, die einem jeden in seinem Leben zugedacht ist. Der heilige Franz von Sales, der grosse Bischof von Genf zur Zeit der Gegenreformation schrieb vor Jahrhunderten von den unterschiedlichen Spiritualitäten und Verpflichtungen, die auf jeden von uns warten.

Die Frömmigkeit muß anders geübt werden vom Edelmann, anders vom Handwerker, Knecht oder Fürsten, anders von der Witwe, dem Mädchen, der Verheirateten. Mehr noch: die Übung der Frömmigkeit muß auch noch der Kraft, der Beschäftigung und den Pflichten eines jeden angepaßt sein. Wäre es denn in Ordnung, wenn ein Bischof einsam leben wollte wie ein Kartäuser? Oder wenn Verheiratete sich so wenig um Geld kümmerten wie die Kapuziner? Kann ein Handwerker den ganzen Tag in der Kirche verbringen, wie die Mönche es tun? Dürfen andererseits Mönche aus beschaulichen Orden jedermann zur Verfügung stehen, wie es der Bischof muß? – Eine solche Frömmigkeit wäre doch lächerlich, ungeordnet, ja unerträglich.“ (Philothea)

Herz Jesu! Der Geist der Herz-Jesu-Verehrung ist, dass sie von einer echten und reifen menschlichen Innerlichkeit getragen ist. Wenn ich an die heutige Jugend denke mit ihrer Nervosität, der Gleichgültigkeit, der Mutlosigkeit, die man oft in ihrem Leben antrifft, sind diese auf das Fehlen eines übernatürlichen Innenlebens zurückzuführen, dass sie leider oft ohne tiefe Beziehung mit Gott in Christus leben. Ich will Euch für die Opfer loben, die Ihr leistet, um während der Nacht hier zu sein. Ich will sagen, dass für alle: Bischöfe, Priester, geweihte Personen, junge und alte Laien, egal ob sie studieren, arbeiten oder in Pension sind, dass das, was Ihr in dieser Nacht tut, in einer erhabenen Weise dem entspricht, was man auf Englisch “quality time” nennt. Als Christen brauchen wir eine besondere Zeit, eine Zeit, die auch durch die Feier des Busssakramentes vorbereitet ist, eine Zeit je nach unseren Möglichkeiten, aber ob kurz oder lang mit einer gewissen Regelmässigkeit.

Tun wir es Monat für Monat ja für uns selber und ohne Egoismus auch zum Wohl der Personen, die uns nahestehen. Für denjenigen der glaubt, bedeutet dies in erster Linie eine Zeit des Gebetes und der Anbetung Gottes in Christus, der uns kennt und der uns mehr liebt als wir uns selber lieben.

Johannes der Täufer hüpfte schon im Schoss seiner Mutter wegen der Nähe des Herzens seines Erlösers im kleinen Leib, der im jungfräulichen Schoss Marias verborgen war. Bleiben auch wir vereint in der Freude an der Nähe seines Heiligsten Herzens im Altarssakrament!


Gelobt sei Jesus Christus! 



Sunday, April 2, 2017

Surprised by Christ's Power to Save - Homily for Confirmation


FIFTH SUNDAY OF LENT
Celebration of Confirmation
2 April 2017, St. Anton in Zürich

Ez 37:12-14
Rom 8:8-11
Jn 11:1-45 or 11:3-7, 17, 20-27, 33b-45

“Lazarus, here! Come out!”
“…if the Spirit of him who raised Jesus from the dead is living in you, then he who raised Jesus from the dead will give life to your own mortal bodies through his Spirit living in you.”
“Lazarus, here! Come out!”

Dead in sin or alive to God in Jesus Christ? Our choice in life is just that fundamental, radical you might say. Jesus would invite us, both the confirmands and all here present, to something more in terms of a lived faith in Him, Who brings life and conquers sin and death.

The family of Martha, Mary and Lazarus, two girls and a boy, most likely all three young adults in their twenties, maybe orphaned already and living on their own in the family home at Bethany! As the scene opens, we hear that the young man Lazarus dies! Jesus comes up to Judaea from Galilee at the sad news and raises him from the dead. Jesus changes everything, not so much by giving young Lazarus a second chance at life here on earth as by giving substance to His dialogue with Martha, the teaching for today from St. John’s Gospel:

“Martha said to Jesus, ‘If you had been here, my brother would not have died, but I know that, even now, whatever you ask of God, he will grant you.’ ‘Your brother’ said Jesus to her, ‘will rise again.’ Martha said, ‘I know he will rise again at the resurrection on the last day.’ Jesus said: ‘I am the resurrection and the life. If anyone believes in me, even though he dies, he will live, and whoever lives and believes in me will never die. Do you believe this?’ ‘Yes, Lord,’ she said, ‘I believe that you are the Christ, the Son of God, the one who was to come into this world.’”

Martha knew what she was saying. Our young people here too know about the importance of our life in God. I mean these nine young people, who are about to receive the Sacrament of Confirmation, the Gift or Seal of the Holy Spirit given to them to complete and strengthen the grace of their Baptism. Confirmation is given to them so they can live more intensely at one with Jesus in their everyday lives and Who comes to them Body, Blood, Soul and Divinity in Holy Communion.

‘Yes, Lord,’ she said, ‘I believe that you are the Christ, the Son of God, the one who was to come into this world.’

On this Fifth Sunday of Lent the Church invites us to enter into Passiontide, the most intense part of our Easter preparation. In union with the Cross of Christ, we face head on the great Mystery of His life-giving Suffering and Death (Palm Sunday, Holy Thursday, Good Friday and Holy Saturday). I suppose somebody could ask why not wait until Pentecost to celebrate Confirmation? The question is fair enough, but my answer would be that in the powerful Gospel and Scripture teaching we have on this Sunday we have a wealth of teaching to sustain us and teach us about this Sacrament. For Confirmation, we could hardly do better as we hear in today’s readings about the Holy Spirit Who gives life, raising His People, as the Prophet Ezekiel says, and putting them on the path back to their homeland.

Martha, Mary and Lazarus were close friends of Jesus. When He was in Jerusalem he stayed in their home; they knew Him and believed Him to be the one promised by God. Their faith, however, came to perfection and took on a completely new dimension and power, as Jesus initiated them into the mystery of His Death and Resurrection. His Death upon the Cross would bring His Exaltation, breaking the bonds of sin, death and the devil, opening for us the Gates of Heaven, so that we might enter already now into the life of the Most Holy Trinity, Father, Son and Holy Spirit. The raising of Lazarus from the dead is a foreshadowing of the victory to be ours through the outpouring of the Spirit. Jesus commands: “Lazarus, here! Come out!”

I know from their letters to me that these young people certainly have that same faith which Martha had in Jesus: ‘Yes, Lord,’ she said, ‘I believe that you are the Christ, the Son of God, the one who was to come into this world.’

By the grace of this Sacrament of Confirmation, let us hope and pray that they and we will allow ourselves to be surprised, disarmed and conquered by the power of Christ. May they and we be willing, by the grace of His Holy Spirit, to fight for the life of our world, strengthened every Sunday by the graces flowing from the Holy Sacrifice of the Mass! May they and we nurture a life of daily personal prayer, at meals, when we get up in the morning and go to bed at night! May they and we ask of the priest in the confessional, in the individual celebration of the Sacrament of Penance, for the forgiveness we need for the sins and failings of thought, word or deed, commission or omission, which might have disfigured the life of our souls after Baptism!

We rejoice in the abundant gift of the grace of the Holy Spirit. We pray that our faith may not only grow but be transfigured as was the faith, the good faith of Martha, which became something truly dynamic in and through Jesus’ miracle of life restored to her brother: “Lazarus, here! Come out!”

My best wishes to the confirmands and their families! Greetings for Holy Week and Easter to the English speaking Catholic Mission of Zürich here at St. Anton! In Christ Jesus all things are possible to those who profess faith in His power to save us and give us life now and for eternity.


Praised be Jesus Christ both now and forever!


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Sunday, March 19, 2017

Lenten Confirmation of Adults - homily

Terza Domenica di Quaresima  
Cresime di Adulti
19 Marzo 2017 - Cham

Ex 17:3-7
Rom 5:1-2, 5-8
Jn 4:5-42 or 4:5-15, 19b-26, 39a, 40-42 

“In quel luogo dunque il popolo soffriva la sete per mancanza di acqua; il popolo mormorò contro Mosè e disse: "Perché ci hai fatti uscire dall'Egitto per far morire di sete noi, i nostri figli e il nostro bestiame?". …Si chiamò quel luogo Massa e Meriba, a causa della protesta degli Israeliti e perché misero alla prova il Signore, dicendo: "Il Signore è in mezzo a noi sì o no?".”

Quaresima, anche se un tempo sobrio di penitenza nell’anno liturgico della Chiesa, è quasi ottimale per celebrare la confirmazione degli adulti. Passa bene nonostante tutto, cioè conviene, direi, di cresimare ora, confermare nella grazia dello Spirito Santo, consapevoli della consuetudine cristiana che dai primi tempi della Chiesa, utilizzava la Quaresima soprattutto per preparare gli adulti per il battesimo, cresima e prima Comunione a Pasqua. 

La Cresima, con il Battesimo e la Santa Comunione sono i tre sacramenti dell’iniziazione alla fede cristiana; questi tre sono la porta che dà accesso ai due sacramenti vocazionali, cioè, al Matrimonio oppure agli Ordini Sacri (diacono, sacerdote, vescovo). Voglio dire che, anche festeggiando la Cresima di questi dodici persone qui oggi, siamo in sintonia con la Chiesa Universale nella sua osservanza quaresimale. In questo tempo forte la Chiesa si prepara di ammettere alla vita di fede nuovi membri del suo popolo santo e per noi altri, già pienamente parte della Chiesa attraverso i tre sacramenti, ci offre ampia occasione attraverso la preghiera, la penitenza e riflessione, confessando i nostri peccati e mancanze e poi rinnovati nella grazia, di trovare Cristo Dio in mezzo a noi.

"Il Signore è in mezzo a noi sì o no?".

 La tentazione di Israele nel deserto, anche ai piedi del Monte di Dio, Oreb, è quello dell’ateismo, cioè di negare a Dio il suo ruolo conduttore nella nostra vita. Il Dio che ci ama e ci conduce verso la patria eterna va tradito o respinto purtroppo, non solo allora tra il popolo eletto nel deserto ma anche nella nostra vita di oggi, respinto in favore di uno stomaco pieno o, nel senso della prima lettura di oggi, del voler essere sempre dissetato e senza preoccupazioni per l’acqua e così via di ogni giorno. Per mettere il buon Dio di nuovo al centro della vita del suo popolo che protestava e ribellava, si può dire se volete: a Massa e Meriba l’acqua viva e zampillante è diventata un sacramento della presenza in mezzo al Popolo di Israele di Dio che ama e custodisce il Suo Popolo. Mosè fa sgorgare acqua in abbondanza dalla roccia per il Suo popolo e Gesù, a Sicàr al pozzo di Giacobbe, offre a dissetare la Samaritana con l’acqua viva che sgorga dal Suo Sacro Cuore:

"Chiunque beve di quest'acqua avrà di nuovo sete; ma chi beve dell'acqua che io gli darò, non avrà mai più sete, anzi, l'acqua che io gli darò diventerà in lui sorgente di acqua che zampilla per la vita eterna". 

La vita cristiana è una sfida. Non v’è nulla di pacifica nella vita cristiana su questa terra, si parla anzi dell’osservanza quaresimale come una lotta, di una lotta per rinunciare a tutto che sa del diavolo, per rinunciare a tutto di questo mondo che è passeggero, per rinunciare alle cose che sono qui oggi ma domani spariscono in ceneri. 

Gesù è la roccia che ha accompagnato il Suo Popolo nel deserto. Che l’acqua dovesse sgorgare in abbondanza per il popolo e il suo bestiame non è evidente, anzi, si tratta di qualcosa inverosimile. Inverosimile anche la storia del Vangelo, dove Gesù apparentemente un uomo straniero al pozzo chiede un bicchiere di acqua da una donna sconosciuta e poi prima di riceverlo sfida quella donna a chiedere a Lui di dissetarla. Lui sprovvisto di secchio e di tutto offre alla donna acqua viva: "Chiunque beve di quest'acqua avrà di nuovo sete; ma chi beve dell'acqua che io gli darò, non avrà mai più sete, anzi, l'acqua che io gli darò diventerà in lui sorgente di acqua che zampilla per la vita eterna".  Inverosimile è quello venuto fuori da questo scambio in questa scena dal villaggio samaritano di Sicàr? Forse sì! D’altronde, si può anche chiamare inverosimile la vita che la Chiesa ci offre attraverso i sacramenti? Forse sì! Ma, attraverso questo scambio, la Samaritana al pozzo di Giacobbe si è accorta di aver incontrato il Messia, il Promesso, l’Unto di Dio, il Salvatore del mondo. Lo stesso vale anche per noi. Attraverso un impegno a vivere i sacramenti nella Chiesa, cari confirmandi, scegliamo la strada giusta, che ci disseta ora e che ci conduca nel corso della nostra vita verso la casa dell’Eterno Padre, alla nostra vera Patria nei Cieli. 

Abbiamo bisogno di quest’acqua della Spirito Santo, non data come al bestiame al pozzo, ma dato come si fa tra persone umane, con uno scambio non di parole superficiali ma parole profonde ed essenziali che vengono dal cuore. L’acqua disseta e ristora, cioè dà vita a tutto e a tutti in questo mondo. Si lava con l’acqua: in Battesimo dal peccato originale ed attuale; nel Sacramento della Riconciliazione in dialogo e attraverso l’acqua delle lacrime di pentimento, confessando come ha fatto la Samaritana, che Dio in Cristo sa e vede tutto: “Molti Samaritani di quella città credettero in lui per le parole della donna che dichiarava: "Mi ha detto tutto quello che ho fatto". 

La nostra Messa di Domenica, le nostre preghiere di ogni giorno, ai pasti e quando ci alziamo e ci mettiamo a dormire, i nostri sacrifici quotidiani per confessare che Dio in Cristo regna nella nostra vita umana: voglio incoraggiare non solo i nostri dodici confirmandi ma tutti qui presenti e a casa di vivere non da atei ma da credenti vivendo nel mondo creato da Dio e sovra il quale mondo Egli regna con potere e per amore di noi che stiamo alla cima della Sua creazione e al centro del Suo piano di salvezza per il mondo. 

Quando ero bambino con 10 anni, preparando per la Cresima, abbiamo imparato che questo Sacramento ci rafforza per essere soldati di Gesù Cristo, per lottare contro il male e per il nome e l’onore di Gesù. Nella Cresima ci riconosciamo nella vera costellazione del mondo voluto da Dio. Si tratta di un mondo non senza deprivazioni e sofferenze come nel deserto. L’acqua che Dio garantisce deve soddisfarci. Nelle parole di Gesù, con quest’acqua che Egli dà non v’è altra a desiderare.

Insieme con questi dodici vi invito tutti qui presenti a dare testimonianza semplice con la vostra vita al fatto non solo che Dio esiste ma che comanda con un amore abbondante che ci dà vita per ora e per sempre.  

“E quando i Samaritani giunsero da lui, lo pregarono di fermarsi con loro ed egli vi rimase due giorni. Molti di più credettero per la sua parola e dicevano alla donna: "Non è più per la tua parola che noi crediamo; ma perché noi stessi abbiamo udito e sappiamo che questi è veramente il salvatore del mondo". 

Resta con noi, Signore! La Tua presenza, quell’acqua ci basta!

Auguri a tutti i Giuseppi oggi nella festa del grande patrono della Chiesa Universale!

Sia lodato Gesù Cristo!





Friday, February 10, 2017

Crux - Spes Unica



Pater Pio Gebetsgruppe Gebetsnachmittag
Christkönig Kirche, in Turgi AG
Donnerstag, 9. Februar 2017
(Votivmesse mit Lesungen vom Tag)
Gn 2:18-25
Mk 7:24-30

Gelobt sei Jesus Christus!

Ohne Zweifel, sind die Lesung und das Evangelium vom Tag (wenn ich das so sagen darf) ein bisschen spielerisch in ihrer Erzählung. Ich würde sagen, dass dadurch beide auf eine lehrmässigen Zweck zielen. Wir können von beiden etwas lernen. Sie wollen uns etwas Wichtiges, eine Wahrheit, mitteilen.

Lasst mich erklären, was ich mit „spielerisch“ meine! In der heutigen Lesung aus dem Buch Genesis heisst es:
„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. Gott, der Herr, formte aus dem Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde.“

Es geht dann weiter: „Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch…“. Das lehrt uns, dass Adam seinesgleichen nur in Eva gefunden hat, in der Frau. Kuscheltiere reichten nicht aus! Spielerisch, oder? Eindeutig, aber ja spielerisch!

Vom Evangelium lernen wir, dass man die Zurückweisung der Syrophönizierin auch ein bisschen spielerisch betrachten muss. Der Herr Jesus Christus verfehlte sich nicht dieser leidenden Frau gegenüber. Seine Barmherzigkeit ihr gegenüber hat durch diesen Austausch eine fast vollkommene Klarheit gefunden. Wir können davon lernen. Die Klarheit, die Effektivität oder der Erfolg in unserem Leben gelangen öfters über Wege ans Ziel, die nicht so gradlinig sind.  

Bei der Vorbereitung auf die Heilige Messe für heute habe ich gemerkt, dass die Kollekte zugunsten des Spitals San Giovanni Rotondo (Casa Sollievo/ Erleichterung, Trost) eingezogen wird. Es ist sehr gut, dass Ihr entschieden habt Euer Fürbittgebet mit einer materiellen Gabe zu verbinden. Das entspricht ganz dem Willen des grossen Heiligen von Pietralcina. Dieses doppelte Zeugnis des Gebetes und der materiellen Hilfe ist sehr bedeutsam und verdient unsere Anerkennung.

Nicht wenige unserer Zeitgenossen kämpfen mit diesen zwei Dingen in ihrem Glaubensleben, über das ich heute Nachmittag eine kurze Betrachtung anstellen möchte. Zuerst über die Wirkung des Gebetes und dann über die Klarheit oder Macht des Zeugnisses christlichen Lebens durch Werke der Nächstenliebe, vor allem aber durch die gelebten Tugenden.

Wenn es auch wahr ist, dass wir uns quasi blind dem geheimnisvollen Gott anvertrauen müssen, möchte ich einen Moment dabei verweilen, dass derjenigen, der den Herrn liebt, eine Sicherheit erhält auf seinem Weg zu Gott. Trotz aller Tränen und Leiden.

Wie kann ich durch mein Leben das Evangelium verkünden? Wie kann ich andere für den wahren Glauben an Jesus, den König der Ehren, den höchsten Priester des neuen und ewigen Bundes gewinnen? Vielleicht habe ich aus der Sicht der Erfolge in Sachen des Glaubens, in der Geschichte meiner eigenen Familie nichts zu rühmen. Vielleicht haben sich meine Angehörigen (Brüder, Schwestern etc.) trotz meines guten Beispiels oder das meiner Eltern oder ihrer Generation in der Familie vom katholischen Glauben entfernt. Vielleicht hat mein Gatte oder meine Ehefrau nie die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche vollständig umarmt, oder hat sie sogar verlassen? Vielleicht finden die Kinder trotz unseres guten Beispiels oder Rates als Erwachsene nicht mehr in der Kirche?

Um ehrlich zu sein, gibt es dafür nur geringen Trost in den Mahnungen, die wir von den Anderen erhalten, die uns zur Geduld und Ausdauer aufrufen, gemäss dem Motto: „man weiss ja nie“. Gerade deshalb ist unsere Betrachtung des Lebens des heiligen Priester Pater Pio so wichtig, ja sie ist sogar der Schlüssel zum richtigen Verständnis von Sinn und Wirkung unseres Zeugnisses. Pater Pio hat sich aus Liebe zu Gott und aus Gehorsam seinen Oberen gegenüber unterworfen, begraben im Geheimnis des Kreuzes Christi, dessen Leidensmerkmale er auf seinem eigenen Körper getragen hat. Es gibt solche, die beklagen die offensichtliche Falschheit einiger „Fans“ des Heiligen, solche, die nie den Rat befolgt haben, sich zu bekehren und ihr Leben zu ändern, trotz der „Hurras“, mit denen sie manchmal mangels Reue die Ohren der anderen verstopften, ihren Blick erblinden liessen und ihre Herzen dem Wort, das uns vor der ewigen Verdammnis errettet, verschlossen haben.

Der Thron Jesu ist das Kreuz auf Kalvaria. Der Herr ist das Zeichen, dem widersprochen wird, das seit zweitausend Jahren fortfährt zu stören und zu trennen, das aber die Welt besiegt. Meine erste Botschaft an Euch heute ist: Umarmt ohne Vorbehalte das Kreuz Christi! Auch ohne die Stigmata wie Pater Pio sie hatte, müsst Ihr Euch im Glauben an den König, der erhoben ist über die Menschen, vereinen. Der Sieg über die Sünde und den Tod gehört Christus in seiner Kirche, seiner geliebten Braut.

Zweitens! Ich will Euch in Eurem Fürbittgebet unter dem Patronat von Pater Pio ermutigen. Auf Kalvaria zwingt das Gebet Gott nicht, aber es ergibt sich in seinen heiligen Willen zur Rettung der Welt. In den vergangenen Tagen habe ich einen historischen Roman gelesen, der 1860 geschrieben worden ist. Er erzählt von den Taten einiger der berühmtesten Märtyrer jener schweren Zeit, die der Herrschaft des Kaisers Konstantin und dem Edikt von Mailand vorausgegangen ist, das zum ersten Mal der Kirche im Römischen Reich Freiheit gewährt hat. Vielleicht entspricht das Profil, dieser Heiligen am Ende des dritten und am Beginn des vierten Jahrhunderts, das der Autor entwirft, mehr jenem aus dem 19. Jahrhundert. Aber das spielt keine Rolle. Vielmehr denke ich, dass die Ahnung wichtig ist, dass es Gemeinsamkeiten gibt im Leben und in der Geschichte und dass diese uns mit der Kirche und mit Christus verbinden durch die Taufe und die Firmung. Wer der sonntäglichen Messe treu bleibt, der Beichte und der Busse als Vorbereitung für einen würdigen Empfang der Heiligen Kommunion, wird die Dinge wie Christus sehen und mit ihm wird er den Kampf gegen die Dunkelheit gewinnen.

„Sie erwiderte ihm: Ja, du hast recht, Herr! Aber auch für die Hunde unter dem Tisch fällt etwas von dem Brot ab, das die Kinder essen. Er antwortete ihr: Weil du das gesagt hast, sage ich dir: Geh nach Hause, der Dämon hat deine Tochter verlassen. Und als sie nach Hause kam, fand sie das Kind auf dem Bett liegen und sah, dass der Dämon es verlassen hatte.“

Wir irren uns oft, wenn wir meinen, dass wir die Hand des guten Gottes bezwingen können. Pater Pio hat das nie gemacht: er ist mit Christus begraben worden in seinem priesterlichen Dienst und in seinem Gebetsleben. Die Allerseligste Jungfrau Maria, die Muttergottes, hat ihrem Sohn nie Befehle erteilt. Nach dem Wort des Erzengels Gabriel bei der Verkündigung hat Maria zu seinem Leben und seinem Leiden bis zum Tod am Kreuz immer „Ja“ gesagt. “Fiat voluntas Tua”, Dein Wille geschehe! Dein Reich komme! Wir müssen noch mehr danach streben, uns diese Worte der Muttergottes anzueignen und für unser Leben immer besser und tiefer zu verstehen.

Ich möchte Euch ermutigen, Euch mit dem gekreuzigten Christus zu identifizieren wie es seine Mutter und auch Pater Pio getan haben. Wir müssen nie aufhören, Gott im Gebet für uns selber und für die anderen anzuflehen, vor allem für unsere Verwandten und Angehörigen. Wir dürfen nie an der Wirkung unserer guten Werke in der Gemeinschaft mit Christus und seiner Mutter zweifeln. Unsere Rettung geschieht durch das Kreuz, das wir die Ehre haben zu umarmen, wie es die Heiligen durch alle Zeiten hindurch getan haben. Vielleicht ist der Weg nicht schnurgerade, aber der Weg ist vom ewigen Vater so gewollt. Er liebt uns und will uns aufnehmen in die erhabene Gemeinschaft mit seinem einzigen Sohn im Heiligen Geist.

Amen! So sei es!

Gelobt sei Jesus Christus!


Sunday, January 29, 2017

The Iter leading To and From the Source and Summit

I am becoming ever more pensive (perhaps skeptical) about the defensive stance which many clergy and some lay people who claim to be "mainstream Catholic" are taking toward any innovation pointing in the direction of the tradition, be it in terms of liturgical restoration or faithfulness to doctrine, the Church's constant teaching. Perhaps this quote from a pious old Catholic novel from the 19th Century can help to explain:

"You think so now, Fabiola; but you know not the force of universal prejudice, the weight of falsehood daily repeated. How many noble minds, fine intellects, and loving hearts have they enslaved, and induced to believe us to be all that we are not, something even worse than the worst of others!" [Wiseman, Nicholas Patrick. Fabiola  Or, The Church of the Catacombs (1860) (Kindle Locations 5439-5441). UNKNOWN. Kindle Edition.]

Wiseman attributes these words to Saint Agnes, awaiting in prison her martyrdom, visited by her pagan cousin and friend Fabiola. The "mainstream" may not be pagan, but their hostility toward brothers and sisters in the faith seeking to embrace the historical Church in its continuity strikes me as a similar "universal prejudice"

My pensiveness stems from the conviction that many have traded the notion of a genuinely creative faithfulness to the Will of Christ for His Church and the salvation of the world for something, well, improvised, as can be documented by much of what goes on in your average parish liturgical setting. Let me quote an abstract from his upcoming book, How the Liturgical Reform and the Contemporary Ars Celebrandi Are Remote Contributors to the Crisis on Marriage and Family, © 2015 Dr. Peter A. Kwasniewski:

"A musical repertoire that is people-oriented rather than God-oriented, turning us towards each other rather than to the Blessed Trinity and the mysteries of salvation, promotes the false impression that worship is something we do from and for ourselves, a communal self-help ritual that vaguely gestures towards the divine but in a way that validates our own assumptions. In expressing themes of togetherness, equality, and non-judging attitudes, the message of popular liturgical songs is too easily assimilated to or confused with secular ideas of equality between all humans and between men and women (on every level) and bars the way to making necessary judgments about states of objective human disorder or discordance from natural law and divine law.
In other words, the direction of popular liturgical music offers yet another instance of surrendering to the seemingly invincible forces of secularization, which delivers a message of its own contrary to that of divine revelation, as I have sketched above when speaking of social and sexual confusion. The music reflects and strengthens a worldview or mentality that is at odds with traditional Christian doctrine and devotion, thus playing into the hands of those who would see Church doctrine altered and devotions reconceived and reconfigured. If the liturgy and its centuries-old music can be changed at a whim, why cannot women be priests, or contraception be approved, or remarried divorcees be admitted to communion?
Such reasoning may be simplistic, but it cannot be denied that there are powerful forces at work in the Catholic community that suggest and support the inference, and pastors have done far too little to discern and counteract those forces."

"Them's fightin' words?" Only if you want them to be or if you ascribe to the "universal prejudice".

In my preaching and conversation, I try and point out that something went very wrong in the implementation of the Council teaching on Sunday Eucharist, the Holy Sacrifice of the Mass as the "source and summit of Christian existence". Whether by error or design, the post-conciliar implementation efforts stripped Sunday of all that leads to or flows from it, if you aren't on the parish liturgy committee or part of the music ministry. Daily prayer in the life of many of the baptized gets short shrift and the immediate preparation for Sunday, Saturday night Confession with the common recitation of the Holy Rosary during Adoration and Benediction or during Lent with communal Stations of the Cross, followed by quiet time for individual celebration of the Sacrament of Penance is rare in many places. The one hour fast before Holy Communion is none at all, as is evidenced by the tons of chewing gum scraped off the bottoms of pews.

The Council Fathers wanted renewal and so do I. I don't know how anyone can claim we got it, nohow.

During this centennial year of the Fatima Apparitions I hope and pray that the message entrusted by the Mother of God to little children might touch the hearts of both adults and children. If you think the notion of "restoration" sounds obscurantist, well, try vowing ourselves to picking up where our parents and grandparents left off. Here it comes! Not rupture, but continuity according to the mind of our Lord and Savior Jesus Christ. We have no time to spare.

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Sunday, January 22, 2017

Homily - 70th Anniversary of Aid to the Church in Need

KIRCHE IN NOT
Gedenkgottesdienst für die verfolgten Christen
22 JANUAR 2017, Luzern
3. Sonntag im Jahres Kreis
Is 8:23—9:3
1 Kor 1:10-13, 17
Mt 4:12-23

Gelobt sei Jesus Christus!

Ohne die Bedeutung der materiellen Hilfe unterbewerten zu wollen, die wir zugunsten der in vielen Teilen der Welt leidenden Kirche, kann ich mir nichts vorstellen, was im Gedenken an Pater Werenfried van Straaten, angemessener wäre, als heute hier zu stehen und mit Ihnen diese jährliche Messe zu feiern im Gedenken an unsere Brüder und Schwestern in Christus, die leiden. Dieses Jahr feiert KIRCHE IN NOT! 70 Jahre. Das päpstliche Werk ist nur wenig älter als ich! Vivat! Crescat! Et floreat!

„Einst hat der Herr das Land Sebulon und das Land Naftali verachtet, aber später bringt er die Straße am Meer wieder zu Ehren, das Land jenseits des Jordan, das Gebiet der Heiden. Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.“

Halten wir uns diese Worte des Propheten Jesaia vor Augen. Nehmen wir sie als geschichtliches Zeugnis dessen, was geschehen ist. Worte über das Volk Israel, das so sehr gelitten hat. Nehmen wir sie so, wie sie sind und beziehen wir sie auf uns, d.h. prophetische Worte auf Christus hin. Christus, der das Licht der Welt ist, welches die Dunkelheit vertreibt und Hoffnung bringt.

Schon und noch nicht:  Was sollen wir über das Leiden sagen, dem die Kirche Gottes ausgesetzt ist? Was können wir über die Christen sagen, die heute in vielen Ländern der Welt verfolgt werden? Wie sollen wir beten, wenn wir konfrontiert werden mit den Leiden unserer Brüder und Schwestern in Christus? Unserer Brüder und Schwestern, die Ausgebeutet werden, geschlagen, ermordet und als Gemeinschaft ausgelöscht werden zusammen mit ihrem geschichtlichen und kulturellen Erbe! Wie sollen wir dem Leiden begegnen, besonders wenn es ungerechterweise über uns kommt?

Sicher, in diesem Leben bewahrt uns Gott nicht vor allem, auch nicht uns, seine im eingeborenen Sohn vielgeliebten Söhne und Töchter. Der himmlische Vater schliesst uns nicht ein in eine sichere und undurchlässige Hülle. Das Leiden, besonders wenn es durch Verfolgung oder Krankheit über uns kommt, ist ein wesentlicher und schwieriger Aspekt des grossen Geheimnisses der Sünde und der Freiheit des Menschen. Es ist dieses grosse Geheimnis, dass Gott gewisse Dinge zulässt aus Respekt vor der menschlichen Freiheit. Er lässt sogar Dinge zu, die besonders schwer auf uns lasten, auf uns, seinen Allerliebsten.

Sicher, es handelt sich hier um das Böse, das heisst um den Bösen, welcher das Volk Gottes terrorisiert. Dieses von Gott geliebte und vom Bösen terrorisierte Volk bemüht sich in dieser Welt darum, seinen Teil beizutragen zur Rettung der Welt und in seinem Leben das zu ergänzen, was an den Leiden Christi noch fehlt. Es ist also eine äusserst wichtige Aufgabe, wenn wir hier in dieser Kirche das vollkommene Opfer darbringen und mit Eifer für unsere Brüder und Schwestern beten, die auf dem Schlachtfeld gegen das Böse in der Welt stehen: gegen das Böse, das Christus ablehnt und seine Braut verfolgt.

Als Jesus erfahren hatte, das Herodes den Johannes den Täufer gefangengenommen hatte, zog er sich in die Gegend von Kafarnaum zurück, also ins heidnische Galiläa, in ein völlig abgelegenes Gebiet. Dieser Rückzug ins abgelegene Galiläa, diese Entscheidung, sich zurückzuziehen scheint nicht angebracht für einen, der sich im Kampf engagieren will. Aber, wie wir im Evangelium sehen, ist es doch genauso: Galiläa ist der Ausgangspunkt für das Wirken des Erlösers!

 „Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ 

Jesus hat sich dazu entschieden, den Teufel nicht herauszufordern mit einem direkten Angriff gegen das Böse in der grossen kaiserlichen Stadt, das heisst im Zentrum der Widergöttlichen Kräfte. Jesus hat seinen Kampf vielmehr aufgenommen am abgelegenen See von Genezareth. Er hat seinen Kampf aufgenommen mit der an einfache Fischer gerichteten Einladung zur Umkehr. Eine Einladung, die gerichtet war an Simon Petrus, an dessen Bruder Andreas, an Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus.

Es ist nicht die Eroberung, der Kreuzzug oder das erhobene Schwert, welches den Drachen provoziert, das Symbol für den Bösen, sondern die Bescheidenheit der Nacht zu Betlehem, der Sohn der von der Frau geboren wurde. Das Leiden, welches die Braut Christi, die Kirche, trifft, die Verfolgung der Kirche, der wirklich treuen Kirche, wie sie im Bild der Frau in der Apokalypse dargestellt ist, muss uns nicht überraschen. Dieses Leiden ist etwas, was unsern Blick auf den Horizont unserer wirklichen Hoffnung lenkt, auf die letzte und unvergängliche Hoffnung im Jenseits.

„Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers.“

„Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.“

Sagen wir es so: Die wirkliche Herausforderung für uns in der Nachfolge Christi ist die Überzeugung Jesu zu unser eigenen zu machen, das heisst diese echte Überzeugung, welche unseren Lebenslauf in Christus auf das ewige Leben hin ausrichtet. Das abgelegene Galiläa mit seiner Bedeutungslosigkeit ist, wenn Sie so wollen, das Zentrum, das Wesentliche. Auf dem Spiel steht immer eine von den Kräften des Bösen abgelehnte Freiheit. Die Ablehnung der Freiheit hinterlässt eine Versklavung an die irdischen Dinge und will auch dann nichts anderes, wenn der unausweichliche Tod dem Gang durch dieses Tal der Tränen ein Ende setzt.

Wie können wir für die leidende Kirche beten? Leidenschaftlich – sicher! Mit Vertrauen auf den Herrn, der uns zweifellos erhört! Am Anfang der Kirche waren die Zeugnisse der ersten Märtyrer ermutigende Zeugnisse für die Gemeinschaft der Glaubenden. Möge das Zeugnis der neuen Märtyrer und Bekenner dasselbe für uns sein.

Die Christenverfolgung scheine eine ungerechte und unanständige Sache zu sein – und sie ist es auch. Aber zugleich stellen uns die Berichte des Leidens und der heroischen Tugenden der Märtyrer, die wir im Stundengebet und im Martyrologium der Kirche lesen können vor das Geheimnis der getauften und gelebten Hoffnung des Lebens in Gemeinschaft mit dem Gekreuzigten.

Pater Werenfried van Straaten war in seinem grossen Eifer leidenschaftlich darum bemüht, das Leiden unserer Mitbrüder und Schwestern zu lindern. Lasst uns dasselbe tun im Bewusstsein, dass wir es für die Braut Christi tun, welche sich mit dem geopferten Lamm Gottes identifiziert, welches am Kreuz die Schlacht gegen den Bösen gewonnen hat. Am Kreuz hat Christus die ganze Schöpfung erneuert und die Pforten des Himmels geöffnet.


Gelobt sei Jesus Christus!




Wednesday, January 18, 2017

Eucharist and Ministerial Priesthood in the Life of a Catholic

Adoration Perpétuelle à Fribourg
Messe Festive
Mercredi, 18 Janvier 2017
Heb 7:1-3, 15-17
Mk 3:1-6


„Tu es sacerdos in aeternum secundum ordinem Melchisedech“

“Au sujet de Melchisédek, on ne parle ni de père ni de mère, ni d’ancêtres, ni d’un commencement d’existence ni d’une fin de vie ; cela le fait ressembler au Fils de Dieu : il demeure prêtre pour toujours”.

En ce sens, peut-être que nous pouvons dire que Melchisédek, roi de Salem, est aussi sans pouvoir. Oui, pour moi catholique, l'identification avec Melchisédek (...sans père, sans mère, sans généalogie, etc.) me donne l'impression d'être comme lui sans pouvoir dans ce monde, sans aucune influence, et par conséquent plutôt inutile et exclu. L'impression que donne la Sainte Écriture de Melchisédek est tout d'abord celle d’un personnage mystérieux, et en ce sens détaché de la vie d'un peuple. C'est à partir de ce sentiment, juste ou non, que je tire la conclusion que Melchisédek n'est pas tellement roi, mais plutôt prêtre, c’est-à-dire sans pouvoir. Cette impression serait typique, et beaucoup parmi les pauvres de Yahvé s’expriment dans ce sens, même s'ils se trompent. Cette impuissance n’est pas le véritable sort du disciple du Christ. Malgré toute la compassion que j'ai pour ceux qui trouvent que leur situation dans l'Eglise de Dieu est difficile, qui trouvent leur sort humainement parlant, presque impossible, je veux me distancer de cette attitude. Bien que nous soyons dans la vallée de larmes, notre situation comme fidèles n’est pas désespérée, c’est-à-dire "sans pouvoir".

Pourquoi? Pour plusieurs raisons, mais surtout parce que ce n'est pas là la logique du monde catholique, ce n'est pas la logique du sacrifice de la messe, l'Eucharistie; ce n'est pas la logique de l'Adoration du Saint-Sacrement. Nous, en tant que membres individuels de l'Église catholique, le peuple eucharistique, nous ne sommes jamais seuls et détachés. Nous sommes solidaires! Pour notre part, nous sommes comme des perles d'une chaîne ininterrompue, oui, perpétuelle. Chacun de nous, comme individu, se trouve devant le Saint-Sacrement d'une manière représentative pour les autres. Au long du temps et en collaboration avec d'autres fidèles, ici à Fribourg, et partout dans le monde, nous prenons part au dialogue universel voulu par Dieu de toute éternité dans son plan de la création et du salut de l'univers. Nous sommes l’Eglise du Christ, l’Épouse de l’Agneau, le rayonnement de sa gloire dans le temps et l'éternité.

La Lettre aux Hébreux nous donne un traité presque mystique de la nature du sacerdoce du Nouveau Testament, celui de Jésus-Christ, le Roi éternel et Grand Prêtre universel, selon l'ordre de Melchisédek. Certainement, le sacerdoce ministériel, est la condition sine qua non pour la célébration de l'Eucharistie, mais nous tous en tant que membres du peuple sacerdotal, nous vivons notre identité baptismale dans le monde en référence au Sacrement, qui nous soutient et nous transforme, donnant gloire à Dieu le Père, par le Fils, dans l'unité du Saint-Esprit.

Il y a une lutte en ce sens, dans l'Eglise d'aujourd'hui, pour le sacrifice de la messe offert sur l'autel par les prêtres de la Nouvelle Alliance. On minimise l'importance de la Sainte Messe offerte par le prêtre. On va jusqu'à nier la nécessité du Saint Sacrifice dominical pour notre "pouvoir vivre". Je fais allusion aux mots de Saint Justin devant le tribunal, lui qui confessait avant son martyre : "Sans l'Eucharistie du dimanche, nous ne pouvons pas vivre". Ceux qui nient le fait que le combat pour la Sainte Messe fait rage autour de nous se font des illusions, fortement. La crise des vocations au sacerdoce, est certes une crise de la foi et de la générosité dans la famille, mais c’est surtout un effet secondaire de la sécheresse, du manque de dévotion envers le Dieu Saint, dans le Sacrement de l'autel. Ce qui se passe de nos jours dans la communauté de l'Eglise ressemble au drame du passage de Saint-Marc que nous venons d'entendre:

(Jésus) “dit à l’homme qui avait la main atrophiée : « Lève-toi, viens au milieu. » Et s’adressant aux autres : « Est-il permis, le jour du sabbat, de faire le bien ou de faire le mal ? de sauver une vie ou de tuer ? » Mais eux se taisaient. Alors, promenant sur eux un regard de colère, navré de l’endurcissement de leurs cœurs, il dit à l’homme : « Étends la main. » Il l’étendit, et sa main redevint normale. Une fois sortis, les pharisiens se réunirent en conseil avec les partisans d’Hérode contre Jésus, pour voir comment le faire périr.“

Il se fait illusion, celui qui pense rester indifférent à la Personne du Fils de Dieu. Il n'y a qu'un seul Roi et Prêtre, un seul qui commande jusqu’aux confins de la terre. Avec un peu d'exagération, on peut dire que chacun de nous est en quelque sorte comme l'homme à la main atrophiée. Alors, notre attention et notre obéissance au Seigneur („étends ta main!") durant notre adoration de Dieu présent parmi nous dans le Sacrement, nous rendra disponible à Son don de santé, de guérison et, finalement, de salut éternel. 

Une fois par mois dans une messe festive les membres de l'Adoration Perpétuelle à Fribourg présentent leur obéissance au Christ qui nous appelle du Tabernacle “fons et culmen”(“source et sommet”). Nous tirons de cette source rafraîchissement et force pour nous opposer aux Pharisiens et aux Hérodiens qui nient l'Epoux et son Règne pour le salut du monde.

Je veux vous encourager dans votre engagement commun à l'adoration. Espérons que de ces heures de silence cachées avec Jésus Eucharistie et par la participation fervente au sacrifice de la messe, le dimanche et autant que possible pendant la semaine, va briller une lumière dans notre monde et tout le monde qui nous entoure. „Tu es sacerdos in aeternum secundum ordinem Melchisedech“. Notre monde, grand et petit, à besoin d’être consacré au Christ Seigneur. Il n'y a ni évasion ni faiblesse, ni timidité, à rendre honneur et gloire au Roi de l’Univers. Abraham et Saint Paul aussi, ont perçu l'autorité de Melchisédek, prêtre du Dieu Très-Haut. Dans notre dépouillement, dans notre impuissance, prions pour que nous entraînions les autres vers le Dieu Unique, Vivant et Vrai, dans le Christ Jésus.


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI